Kompressor kaufen – So finden Sie den passenden!
Wofür möchten Sie den Kompressor nutzen?
Der wichtigste Schritt beim Kauf eines Kompressors ist die Frage nach dem Einsatzgebiet. Je nachdem, ob Sie Reifen aufpumpen, Druckluftwerkzeuge betreiben oder lackieren möchten, unterscheiden sich die Anforderungen an Druck, Luftleistung und Tankgröße erheblich. In der folgenden Übersicht sehen Sie schnell, welcher Kompressor für welchen Zweck geeignet ist.
Kompressor zum Reifen aufpumpen
Für einfache Aufpump-Arbeiten, zum Beispiel beim Befüllen von Auto-, Fahrrad- oder Motorradreifen, genügt in der Regel bereits ein kleiner und kostengünstiger Druckluftkompressor. Besonders geeignet sind kompakte Geräte mit geringem Tankvolumen, da sie leicht transportiert werden können und schnell einsatzbereit sind.
Für das Aufpumpen von Reifen wird meist ein Arbeitsdruck von etwa 3 bis 8 bar benötigt. Eine hohe Luftleistung ist dabei nicht erforderlich. Deshalb reichen bereits kleine tragbare Kompressoren für diesen Einsatzzweck vollkommen aus.
Viele dieser Geräte eignen sich auch ideal für den mobilen Einsatz, etwa im Auto oder in der Garage.
| Reifenart | Typischer Druckbereich |
|---|---|
| Fahrradreifen | 3–5 bar |
| Autoreifen | 2–3 bar |
| Motorradreifen | 2–4 bar |
| Transporterreifen | bis 5 bar |
Kompressor für Airbrush
Für Airbrush-Arbeiten wird ein besonders gleichmäßiger und fein regulierbarer Luftstrom benötigt. Deshalb eignen sich hierfür vor allem kleine, ölfreie Kompressoren mit integriertem Druckregler. Sie arbeiten sauber, wartungsarm und liefern einen konstanten Luftdruck für präzise Ergebnisse.
Beim Airbrushen reicht in der Regel ein Arbeitsdruck von etwa 1 bis 3 bar aus. Wichtig ist weniger die maximale Leistung des Kompressors als vielmehr eine ruhige und gleichmäßige Luftabgabe. Modelle mit kleinem Lufttank sind hier von Vorteil, da sie Druckschwankungen reduzieren.
Leise Airbrush-Kompressoren sind besonders empfehlenswert, wenn Sie in Innenräumen arbeiten möchten.
| Anwendung | Empfohlener Druck |
|---|---|
| Modellbau | 1–2 bar |
| Künstlerisches Airbrush | 1–3 bar |
| Nail-Art | 1–2 bar |
| Textil-Airbrush | 2–3 bar |
Für Einsteiger empfiehlt sich ein kompakter Airbrush-Kompressor mit Druckregler und Wasserabscheider, da diese Geräte besonders einfach zu bedienen sind und ein sauberes Spritzbild ermöglichen.
Kompressor für Werkstattarbeiten
Für Werkstattarbeiten wie das Betreiben von Druckluftwerkzeugen, Reifenwechsel oder kleinere Reparaturen wird ein leistungsstärkerer Kompressor benötigt. Im Gegensatz zu einfachen Aufpump-Arbeiten kommt es hier vor allem auf eine ausreichende Luftleistung und einen konstanten Druck an.
Für typische Anwendungen in der Werkstatt sind Geräte mit einem Arbeitsdruck von etwa 6 bis 8 bar geeignet. Entscheidend ist jedoch vor allem die Luftleistung (Liter pro Minute), da viele Werkzeuge wie Schlagschrauber oder Druckluftschleifer einen kontinuierlichen Luftstrom benötigen.
Ein größerer Tank (zum Beispiel 24 bis 50 Liter) sorgt dafür, dass der Kompressor nicht ständig nachlaufen muss und gleichmäßiger arbeitet. Für den regelmäßigen Einsatz empfiehlt sich daher ein robuster, standfester Kompressor mit ausreichend Leistungsreserven.
| Werkzeug | Benötigter Druck | Luftbedarf |
|---|---|---|
| Schlagschrauber | 6–8 bar | 150–300 l/min |
| Druckluftschleifer | 6–8 bar | 200–400 l/min |
| Lackierpistole | 2–4 bar | 150–250 l/min |
| Ausblaspistole | 4–6 bar | 100–200 l/min |
Achten Sie beim Kauf besonders auf die Luftleistung des Kompressors. Viele günstige Modelle erreichen zwar den nötigen Druck, liefern aber nicht ausreichend Luft, um leistungsintensive Werkzeuge dauerhaft zu betreiben.
Kompressor für Schlagschrauber
Für den Betrieb eines Schlagschraubers wird ein leistungsstarker Kompressor mit ausreichender Luftleistung benötigt. Zwar erreichen viele Geräte den erforderlichen Arbeitsdruck von etwa 6 bis 8 bar, entscheidend ist jedoch vor allem die tatsächlich verfügbare Luftmenge pro Minute.
Ein Schlagschrauber benötigt je nach Modell meist zwischen 150 und 300 Liter pro Minute. Wird diese Luftleistung nicht erreicht, fällt die Leistung des Werkzeugs deutlich ab und ein kontinuierliches Arbeiten ist kaum möglich.
Für den regelmäßigen Einsatz empfiehlt sich daher ein Kompressor mit einem Tankvolumen von mindestens 50 Litern. Größere Tanks sorgen für einen gleichmäßigen Luftdruck und verhindern häufiges Nachlaufen des Motors.
| Anwendung | Empfohlener Druck | Luftbedarf |
|---|---|---|
| Radwechsel PKW | 6–8 bar | 150–250 l/min |
| Werkstattbetrieb | 6–8 bar | 200–300 l/min |
| LKW-Radmuttern lösen | 8–10 bar | 300+ l/min |
Wichtig ist, dass die Liefermenge des Kompressors zur tatsächlichen Luftaufnahme des Schlagschraubers passt. Viele Hersteller geben nur die Ansaugleistung an, die deutlich über der nutzbaren Abgabeleistung liegt.
Kompressor für Sandstrahlen
Beim Sandstrahlen werden besonders hohe Anforderungen an die Leistung eines Kompressors gestellt. Im Vergleich zu einfachen Werkstattarbeiten ist hier vor allem eine sehr hohe Luftleistung erforderlich, damit das Strahlmittel gleichmäßig gefördert werden kann.
Für kleinere Sandstrahlarbeiten, etwa das Reinigen von Metallteilen oder das Entfernen von Roststellen, werden meist mindestens 300 Liter pro Minute benötigt. Für größere Flächen oder den regelmäßigen Einsatz sind deutlich leistungsstärkere Kompressoren erforderlich.
Neben der Luftleistung spielt auch das Tankvolumen eine wichtige Rolle. Ein größerer Lufttank sorgt für einen stabilen Arbeitsdruck und ermöglicht längere Arbeitsintervalle ohne Unterbrechung.
| Anwendung | Empfohlener Druck | Luftbedarf |
|---|---|---|
| Kleine Metallteile reinigen | 6–8 bar | 250–350 l/min |
| Rost entfernen | 7–10 bar | 300–500 l/min |
| Karosserieteile bearbeiten | 8–10 bar | 500+ l/min |
Für Sandstrahlarbeiten ist weniger der maximale Druck entscheidend als eine dauerhaft hohe Luftleistung. Viele kleinere Kompressoren erreichen zwar den nötigen Druck, liefern jedoch nicht ausreichend Luftmenge für kontinuierliches Arbeiten.
Für Einsteiger empfiehlt sich zunächst ein leistungsstarker 50-Liter-Kompressor mit hoher Abgabeleistung, während für größere Sandstrahlprojekte meist stationäre Geräte mit deutlich höherer Förderleistung notwendig sind.
Kompressor zum Lackieren
Beim Lackieren mit einer Druckluftpistole ist ein gleichmäßiger Luftstrom besonders wichtig, um ein sauberes Spritzbild zu erzielen. Deshalb sollte der verwendete Kompressor nicht nur ausreichend Druck liefern, sondern vor allem eine stabile Luftleistung bereitstellen.
Für einfache Lackierarbeiten werden in der Regel etwa 2 bis 4 bar benötigt. Entscheidend ist jedoch die Luftleistung des Kompressors, da Lackierpistolen häufig zwischen 150 und 250 Liter pro Minute verbrauchen. Geräte mit zu geringer Förderleistung führen schnell zu Druckschwankungen und einem ungleichmäßigen Ergebnis.
Ein Tankvolumen von mindestens 50 Litern sorgt für gleichmäßigeres Arbeiten und reduziert das häufige Nachlaufen des Kompressors. Für größere Lackierprojekte empfiehlt sich ein entsprechend leistungsstärkeres Gerät.
| Anwendung | Empfohlener Druck | Luftbedarf |
|---|---|---|
| Kleine Lackierarbeiten | 2–3 bar | 120–180 l/min |
| Möbel lackieren | 2–4 bar | 150–250 l/min |
| Autoteile lackieren | 3–4 bar | 200–300 l/min |
Für Lackierarbeiten empfiehlt sich zusätzlich ein Wasserabscheider, da Feuchtigkeit in der Druckluft das Lackierergebnis sichtbar verschlechtern kann.
Wie viel Druck (bar) braucht ein Kompressor?
Der benötigte Druck eines Kompressors hängt stark vom jeweiligen Einsatzgebiet ab. Für einfache Arbeiten wie das Aufpumpen von Reifen genügt bereits ein geringer Arbeitsdruck, während leistungsintensive Anwendungen wie Sandstrahlen deutlich höhere Werte erfordern.
In den meisten Fällen arbeiten handelsübliche Druckluftkompressoren im Bereich zwischen 6 und 10 bar. Entscheidend ist jedoch nicht nur der maximale Druck, sondern auch die Luftleistung des Geräts, da viele Werkzeuge einen konstanten Luftstrom benötigen.
Die folgende Übersicht zeigt typische Druckbereiche für verschiedene Anwendungen.
| Anwendung | Typischer Druckbereich |
|---|---|
| Fahrradreifen aufpumpen | 3–5 bar |
| Autoreifen aufpumpen | 2–3 bar |
| Airbrush-Arbeiten | 1–3 bar |
| Lackierarbeiten | 2–4 bar |
| Schlagschrauber | 6–8 bar |
| Sandstrahlen | 7–10 bar |
Wichtig ist, dass der Kompressor den benötigten Arbeitsdruck dauerhaft halten kann. Viele Geräte erreichen zwar kurzzeitig hohe Maximalwerte, liefern jedoch unter Last weniger stabilen Druck.
Wie viel Luftleistung (Liter/min) braucht ein Kompressor?
Neben dem maximalen Druck ist die Luftleistung eines Kompressors eines der wichtigsten Auswahlkriterien. Sie wird in Liter pro Minute (l/min) angegeben und bestimmt, wie viel Druckluft ein Gerät tatsächlich liefern kann.
Viele Druckluftwerkzeuge benötigen einen konstanten Luftstrom. Ist die Luftleistung des Kompressors zu gering, fällt der Druck während der Arbeit ab und das Werkzeug arbeitet nicht mehr zuverlässig.
Für einfache Anwendungen wie das Aufpumpen von Reifen genügt bereits eine geringe Luftleistung. Leistungsintensivere Arbeiten wie Sandstrahlen oder der Betrieb eines Schlagschraubers erfordern dagegen deutlich höhere Werte.
Die folgende Übersicht zeigt typische Luftbedarfswerte für verschiedene Anwendungen.
| Anwendung | Typische Luftleistung |
|---|---|
| Fahrradreifen aufpumpen | unter 50 l/min |
| Autoreifen aufpumpen | 50–100 l/min |
| Airbrush-Arbeiten | 10–30 l/min |
| Lackierarbeiten | 150–250 l/min |
| Schlagschrauber | 150–300 l/min |
| Sandstrahlen | 300–500+ l/min |
Achten Sie darauf, dass Hersteller häufig die Ansaugleistung angeben. Für den praktischen Einsatz ist jedoch die tatsächliche Abgabeleistung entscheidend, die meist deutlich niedriger liegt.
Welche Tankgröße ist sinnvoll?
Die passende Tankgröße eines Kompressors hängt vor allem davon ab, wie lange und mit welchen Werkzeugen gearbeitet werden soll. Ein größerer Lufttank ermöglicht längere Arbeitsintervalle ohne Nachlaufen des Motors und sorgt für einen gleichmäßigeren Luftdruck.
Für einfache Anwendungen wie das Aufpumpen von Reifen oder Airbrush-Arbeiten genügt meist ein kleiner Tank. Leistungsintensivere Arbeiten wie Lackieren, der Betrieb eines Schlagschraubers oder Sandstrahlen erfordern dagegen größere Tankvolumen.
Die folgende Übersicht zeigt typische Tankgrößen für verschiedene Einsatzbereiche.
| Tankgröße | Typische Einsatzbereiche |
|---|---|
| unter 10 Liter | Airbrush, Fahrradreifen, mobile Nutzung |
| 24 Liter | Autoreifen, kleinere Werkstattarbeiten |
| 50 Liter | Schlagschrauber, Lackieren, Heimwerker-Werkstatt |
| 100 Liter und mehr | Sandstrahlen, größere Werkstätten, Dauerbetrieb |
Als Kompressor oder auch Verdichter werden Maschinen bezeichnet, die man

IMPLOTEX 480W Flüsterkompressor
zum Komprimieren von Gasen verwendet. Diese Webseite befasst sich speziell mit Druckluft-Kompressoren, welche zum Verdichten der Umgebungs-Luft verwendet werden. Die so verdichtete Luft bzw. Druckluft benutzt man anschließend, um damit mechanische Arbeiten zu verrichten. Diese Arbeiten können ganz unterschiedlich ausfallen – Von Aufpumparbeiten, über Druckluftarbeiten bis hin zu Werkzeugarbeiten. Entsprechend breit fällt die Produktpalette am Markt aus.
Zum einen gibt es Minikompressoren, die klein, handlich und preiswert sind. Diese eignen sich vor Allem für Aufpump-Arbeiten an Reifen, Bällen etc. Aber ein Kompressor kann noch viel mehr. Ob als mobiler Begleiter oder in der Werkstatt. Welches Gerät für Ihr Einsatzszenario am Besten geeignet ist, hängt in Erster Linie davon ab, wie Sie das Gerät nutzen möchten. Hier erfahren Sie, welcher Kompressor für welches Einsatzgebiet geeignet ist und wie Sie das passende Gerät finden.
Kompressor – Einsatzgebiete
Aufpump-Arbeiten
Um mit einem Druckluftkompressor zum Beispiel Reifen aufzupumpen, ist es ausreichend wenn Sie sich für ein kleines kostengünstiges Modell entscheiden. Diese handlichen Geräte eignen sich in der Regel auch für den mobilen Einsatz.
Druckluft-Arbeiten
Zu den Druckluft-Arbeiten gehören zum Beispiel Abblasen, Sandstrahlen oder Lackieren. Soll Ihr Kompressor diese Arbeiten verrichten, benötigen Sie ein Modell mit größerer Leistung als bei Aufpump-Arbeiten.
Werkzeug-Arbeiten
Noch mehr Leistung ist gefragt, wenn Sie mit Hilfe eines Verdichters Arbeiten verrichten wollen wie Bohren, Tackern, Schlagen oder Drehen. Ein Druckluftkompressor, der diese Arbeiten verrichtet, sollte einen besonders leistungsstarken Motor haben. Um optimale Zuverlässigkeit, Performance und Sicherheit zu gewährleisten, empfiehlt es sich für dieses Anwendungs-Szenario, hochwertige Modelle zu wählen.
Druckluftkompressor – Bestseller Vergleich
In der nachfolgenden Tabelle haben wir die aktuellen Kompressor Bestseller miteinander verglichen.
Sie möchten zwei Verdichter Ihrer Wahl vergleichen? Dann nutzen Sie das nachfolgende Vergleichs-Tool. Einfach zwei Modelle auswählen und auf „Vergleichen“ klicken. Außerdem können Sie in unserem großen Produktvergleich bis zu 5 Geräte miteinander direkt vergleichen. Klicken Sie hier um zum großen Produkt Vergleichs-Tool zu gelangen.
Kompressor-Typen
Folgende Kompressor-Typen haben wir außerdem genauer unter die Lupe genommen und stellen diese in eigenen Artikeln vor. Wenn Sie auf der Suche nach einem Bestimmten Geräte-Typ sind, werden Sie hier sicher fündig:
Die 6 wichtigsten Kennzahlen zum Vergleichen von Druckluft-Kompressoren
Wenn man sich für ein Gerät entscheiden soll, kann es schnell unübersichtlich werden. Um mehrere Verdichter miteinander vergleichen zu können empfiehlt es sich, einige wichtige Kennzahlen zu beachten. Diese haben wir in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst und näher erläutert.
1. Ansaugleistung (L/min)
Hierbei handelt es sich um die Luftmenge, die ein Druckluftkompressor ansaugt um sie anschließend zu verdichten.
2. Ausgabeleistung / Liefermenge (L/min)
Dies ist der wichtigste Kennwert wenn es um Kompressoren geht. Er gibt die Druckluft-Menge wieder, die ein Druckluftkompressor bereitstellen kann. In der Praxis kann sich der tatsächliche Wert jedoch vom angegebenen Wert unterscheiden.Dies liegt daran, dass die Ausgabeleistung anhand einer Norm berechnet wird. Abhängig vom Ausschaltdruck des jeweiligen Kompressors wird die Ausgabeleistung dann bei einem Gegendruck zwischen 6 und 8 bar gemessen. Weil dieser Druck in der Praxis anders eingestellt sein kann als bei der Messung, weicht auch die Ausgabeleistung entsprechend ab.
3. Kesselgröße (L)
Sofern ein Kompressor mit einem Druckluftbehälter ausgestattet ist, handelt es sich auch hierbei um eine wichtige Kenngröße. Sie gibt das Volumen des Druckluftbehälters an. Je größer dieser ausfällt, desto größer ist die Druckluft-Reserve.
4. Leistung (W oder PS)
Die Leistung beschreibt die Motor-Stärke eines Kompressors.
5. Maximaldruck (bar oder Pascal)
eil erhöhter Druck nur für bestimmte Arbeiten benötigt wird, ist diese Kenngröße eher weniger von Bedeutung. Wenn Sie auf der Suche nach einem Gerät sind, sollten Sie jedoch darauf achten, dass der angegebene Maximaldruck höher ausfällt als der von Ihnen später benötigte Arbeit-Druck.
6. Anschlussart (V)
Die Anschlussart gibt eine Auskunft darüber, welchen elektrischen Anschluss ein Druckluftkompressor hat. Kleinere Kompressoren verfügen über einen 12 V Gleichstrom, während 230 V Wechselstrom für Haushalts-Steckdosen geeignet sind. Darüber hinaus gibt es auch Geräte, die mit einem 400 V Drehstrom Anschluss ausgestattet sind. Diese sind in der Regel für den gewerblichen Gebrauch (z.B. in einer Werkstatt) ausgelegt.
Richtwerte: Was soll mein Kompressor können?
Folgende Richtwerte können dabei helfen, abzuschätzen, welches Gerät für Sie der richtige ist. Hierbei ist ausschlaggebend, welche Arbeiten mit Hilfe des Verdichters erledigt werden sollen.
| Aufgabe | Benötigter Luftdruck in bar | Benötigte Liefermenge in L/min |
|---|---|---|
| Aufpumpen von Bällen und Fahrradreifen | 2-4 | 10-20 |
| Aufpumpen von Autoreifen | 3-6 | 35 |
| Betreiben von Druckluft-Tackern | 6-10 | 60-100 |
| Betreiben von Sandstrahlgeräten und Schlagschraubern | 8-10 | mehr als 150 |
Genaueres zu weiteren Einsatzgebieten von Kompressoren finden Sie in unserem Artikel „Einsatzmöglichkeiten für Druckluftkompressoren“.
Beispielrechnung: Kompressor für Schlagschrauber auswählen
Wenn Sie mit Ihrem Druckluftkompressor zum Beispiel einen Schlagschrauber betreiben möchten, ist es wichtig, dass der Kompressor tatsächlich die vom Werkzeug geforderte Luftleistung liefert. Um zu veranschaulichen, wie Sie den passenden Verdichter aussuchen, haben wir folgende Beispiel-Rechnung aufgestellt.
Eckdaten Schlagschrauber
Der gewünschte Schlagschrauber Hazet 9012 M* hat folgende Eckdaten:
- Betriebsdruck: 6,3 bar
- Luftverbrauch: 127 L/min
Bei den Kompressoren fallen die Angaben leider oft unzureichend aus, was die Luft-Abgabemenge angeht. In unserem Beispiel wollen wir deshalb Geräte betrachten, bei denen die benötigten Angaben vorhanden sind.
Fall 1: Unzureichende Liefermenge vom Druckluftkompressor
Zunächst wollen wir prüfen, ob der Kompressor Einhell TH AC 240/50/10 für den oben erwähnten Schlagschrauber passt. Die maximale Ansaugleistung von 240 L/min passt zwar auf den ersten Blick zum Luftverbrauch des Schlagschraubers. Jedoch sagt die Ansaugleistung nichts über die tatsächlich bereitgestellte Luftmenge aus. Ob der Kompressor die Anforderungen des Schlagschraubers erfüllt, wird erst mit einer umfangreichen Angabe über die Abgabeleistung ersichtlich. Für den Einhell TH AC 240/50/10 lauten diese wie folgt:
- bei 0 bar 173 L/min
- bei 4 bar 107 L/min
- bei 7 bar 76L/minL/min
Jetzt wird deutlich, dass der Kompressor bei 6,3 bar (Betriebsdruck des Schlagschraubers) etwa 100 l/min liefert. Diese Luftmenge ist für den Betrieb des gewünschten Schlagschraubers unzureichend (benötigt werden 127 L/min). Mit einem entsprechend großen Kesselinhalt kann zwar ein Vorrat an Luft geschaffen werden, der für eine kurze Zeit die benötigte Luftmenge überbrückt. Bei längerem Betrieb wäre der Kompressor jedoch überlastet. Die Angabe der Ansaugleistung ist demnach nicht ausreichend.
Fall 2: Ausreichende Liefermenge vom Druckluftkompressor
Als nächstes prüfen wir die Luft-Abgabemenge des Kompressors Einhell TE-AC 300/50/10:
- bei 0 bar 243 L/min
- bei 4 bar 217 L/min
- bei 7bar 184L/min
Sofort fällt auf, dass bei einem Betriebsdruck von 6,3 bar eine Luft-Abgabemenge von etwa 200 L/min zu erwarten sind. Damit eignet sich dieser Druckluftkompressor, um den Schlagschrauber aus unserem Beispiel zu betreiben.
Kompressor – besser ölgeschmiert oder ölfrei?
Die Entwicklung selbstschmierender Werkstoffe ermöglichte erst den Bau ölfreier Druckluftkompressoren. Diese waren noch bis vor wenigen Jahren nicht auf dem Markt.
Ölfreie Druckluftkompressoren

Diese Kompressoren sind besonders geeignet für Arbeiten wie Lackieren, Sandstrahlen, Airbrush, Ausblasen von Werkstücken und Aufpumpen von Reifen, Bällen etc. Also überall, wo Öl in der Druckluft vermieden werden soll.
Kompressor ölfrei: Vorteile
Denn ölfreie Verdichter arbeiten – wie der Name schon sagt – komplett ohne Ölschmierung. Die komprimierte Luft enthält deshalb kein Öl und die Anschaffung eines Ölabscheiders entfällt. Außerdem sind diese Geräte weniger wartungsintensiv, weil entsprechend kein Ölwechsel stattfinden muss. Darüber hinaus sind sie umweltfreundlicher als ölgeschmierte Kompressoren. Denn das eingesetzte Öl gilt als umweltschädlich und muss entsprechend kostenpflichtig entsorgt werden. Insgesamt fallen diese Geräte kostengünstiger aus als ölgeschmierte Modelle.
Kompressor ölfrei – Nachteile
Jedoch bieten ölfreie Geräte nicht nur Vorteile. Wegen des fehlenden Schmiermittels kann ein ölfreier Druckluftkompressor nur bei niedrigen Drehzahlen arbeiten und wird in der Regel heißer als ein ölgeschmierter Verdichter. Dies wirkt sich negativ auf die Ausgabeleistung aus, die bei ölfreien Modellen entsprechend niedriger ausfällt. In der Vergangenheit hatten ölfreie Kompressoren auch eine kürzere Lebensdauer. Durch die Technologie neuer hochwertiger Geräte fällt dieses Argument jedoch kaum noch ins Gewicht.
Ölgeschmierte Druckluftkompressoren

Kompressoren-Öl von LiQUI MOLY*
Kompressor ölgeschmiert – Vorteile
Klare Vorteile bietet ein ölgeschmierter Druckluftkompressor, wenn Druckluftwerkzeuge betrieben werden sollen. Denn ölbetriebene Modelle verfügen über die nötige Ausgabeleistung und können mit hohen Drehzahlen arbeiten ohne zu heiß zu laufen.
Kompressor ölgeschmiert – Nachteile
Jedoch sind sie entsprechend wartungsintensiver und kostspieliger. Hier wird ein Ölwechsel notwendig und umweltschädliche Stoffe müssen vorschriftsgemäß und kostenpflichtig entsorgt werden. Wie man einen Ölwechsel beim Druckluftkompressor durchführt, ist in unserem Artikel „Kompressor Ölwechsel“ beschrieben. Gegebenenfalls wird die Anschaffung eines Ölabscheiders notwendig. Auch enthält die ausgegebene Luft Öl-Reste. Diese können sich zum Beispiel negativ auf verwendete Farben und deren Haltbarkeit auswirken.
Druckluftkompressor – Einsatzmöglichkeiten
Generell gilt: je leistungsstärker ein Verdichter ist, desto vielseitiger lässt er sich einsetzen. Gerade Geräte mit hoher Luftleistung sind echte Allrounder. Man sollte in erster Linie jedoch bedenken, wofür man das Gerät tatsächlich nutzen möchte. Wenn es zum Beispiel darum geht, ausschließlich Reifen und Bälle aufzupumpen, ist ein kleines kostengünstiges Modell absolut ausreichend. Siehe dazu auch unseren Artikel zum Thema Minikompressor.
Wenn Sie aber vorhaben zum Beispiel auch Druckluftwerkzeuge zu betreiben, muss ein leistungsstarkes Modell mit Kessel her. Je nach Ausstattung lassen sich folgende Tätigkeiten mit Hilfe eines Druckluftkompressors erledigen:
- Schrauben
- Schlagschrauben
- Tackern
- Bohren
- Schleifen
- Einfärben
- Öl auftragen
- Lackieren
- Airbrush
- Aufpumpen
- Sandstrahlen
- Ausblasen/Reinigen
Druckluftwerkzeuge
Vorteile von Druckluftwerkzeugen
Druckluftwerkzeuge werden nicht durch einen Elektromotor angetrieben, sondern über Druckluft, welche von einem leistungsstarken Druckluftkompressor zur Verfügung gestellt wird. Weil der Elektromotor entfällt, sind Druckluftwerkzeuge in der Regel leichter als ihre elektrisch angetriebenen Kollegen. Darüber hinaus fallen Druckluft-betriebene Werkzeuge durchaus günstiger aus als gleichwertige elektrische Werkzeuge – weil die Kosten für einen Elektromotor entfallen. Aber sie sind auch langlebiger und benötigen weniger Wartung. Dies liegt daran, dass sie weniger kompliziert gebaut sind, als Elektrowerkzeuge.
Nachteile von Druckluftwerkzeugen
Aber gerade weil Druckluftwerkzeuge nur mit einem Kompressor betrieben werden können, ergeben sich auch Nachteile. Zum Einen muss die abgegebene Luftmenge des Druckluftkompressors zur geforderten Luftmenge des Druckluftwerkzeugs passen.
Zum Anderen sind die Anschaffungskosten eines entsprechend leistungsstarken Druckluftkompressors in der Regel hoch. Außerdem können Druckluftwerkzeuge nicht so mobil eingesetzt werden wie Elektrowerkzeuge. Denn der passende Helfer muss mit zum Einsatzort transportiert werden, hat oft ein beachtliches Gewicht und benötigt Platz.
Luftverbrauch gängiger Druckluftwerkzeuge
Die nachfolgende Tabelle gibt eine grobe Orientierung über den Luftverbrauch der verschiedenen Druckluftwerkzeuge. Maßgebend ist jedoch immer die Herstellerangabe.
| Druckluft-Werkzeug | Luftbedarf in L/min | Druck in bar |
|---|---|---|
| Schlagschrauber 1⁄2“ | 300-400 | 6-7 |
| Schlagschrauber 3⁄4“ | 400-550 | 6-7 |
| Druckluftknarre | 200-250 | 6-7 |
| Pressluftmeißel | 200-500 | 6-7 |
| Druckluftblechschere | 200-300 | 6-7 |
| Farbpistole | 100-200 | 1-4 |
| Sandstrahlpistole | 300-600 | 7-8 |
| Ausblaspistole | 300-600 | 5-10 |
Lackieren und Öl auftragen
Mit einem entsprechenden Aufsatz kann man mit Hilfe eines Druckluftkompressors Öl oder Lack versprühen. Hierfür gibt es spezielle Sprühpistolen, die mit einem Behälter ausgestattet sind, welchen man mit Öl oder Lack füllen kann. Wenn man die Sprühpistole benutzt, werden die Partikel vom Luftstrom mitgerissen. Auf diese Weise kann man mit Hilfe eines Druckluftkompressors professionell lackieren oder gleichmäßig und gründlich Öl auftragen.
Sandstrahlen
Sandstrahlen ist eine gründliche und schonende Alternative zum Schleifen. Hierfür kann man an den Verdichter eine spezielle Pistole mit Sandbehälter anschließen. Der Luftstrom schleudert die Sandpartikel gegen einen Gegenstand wie z.B. ein Werkstück und poliert dieses mit dem Sand. Auf diese Weise kann man ein Werkstück zum Beispiel für anschließendes Lackieren vorbereiten.
Kompressor – Aufbau und Funktionsweise
Aufbau eines Kolbenkompressors

Aufbau und Funktionsweise eines Kolbenkompressors mit zwei Zylindern
Bei Kompressoren gibt es zahlreiche Funktionsweisen wie z.B. Kolbenverdichter, Turboverdichter, Schraubenverdichter, Membranverdichter etc. Dabei wird die Luft auf jeweils unterschiedliche Weise komprimiert. In heimischen Werkstätten kommt jedoch fast ausnahmslos der Kolbenverdichter zum Einsatz.
Kolbenkompressor Funktionsweise
Der Kolbenkompressor wird von einem Elektromotor oder Verbrennungsmotor angetrieben und der Kolben im Zylinder wird in Bewegung versetzt. Während sich der Kolben nach unten bewegt, entsteht im Zylinder ein Unterdruck. Dies bewirkt, dass durch den Lufteinlass Luft angesaugt wird. Ein Rückschlagventil verhindert anschließend, dass die Luft am Lufteinlass wieder entweichen kann.
Daraufhin bewegt sich der Kolben wieder nach oben und die angesaugte Luft wird durch den Luftauslass in die Druckluftleitung oder in einen Druckluftspeicher (auch Kessel genannt) gepresst. Auch hier verhindert ein Rückschlagventil, dass die Luft wieder entweichen kann. Um die Leistung eines Kolbenkompressors zu erhöhen gibt es Modelle, die mit mehreren Zylindern bzw. Kolben gleichzeitig arbeiten(siehe obige Grafik.
Das folgende Video stellt diese Funktion vereinfacht dar:
Die 7 wichtigsten Anbauteile von Kompressoren
Kleine Druckluftkompressoren ohne Kessel können ausschließlich für Aufpump-Arbeiten verwendet werden. Geräte mit Kessel hingegen können deutlich mehr. Ob Ausblas-Arbeiten zur Reinigung, Lackier- und Airbrush-Arbeiten, Sandstrahlen oder Verwendung diverser Druckluft-Werkzeuge. Gerade wenn Sie ihren Druckluftkompressor umfassend nutzen möchten, ist es hilfreich über die wichtigsten Anbauteile für Verdichter Bescheid zu wissen. Die wichtigsten 7 stellen wir im Folgenden kurz vor.
1. Druckminderer
In der Regel arbeiten handelsübliche Kompressoren mit einem Maximaldruck von 8 bar. Dieser Druck wird automatisch reguliert mittels bereits eingebautem Druckschalter. Wenn Sie für bestimmte Arbeiten einen konstanten niedrigen Druck benötigen, können Sie hierfür einen Druckminderer am Kompressor anschließen. In den meisten Fällen gehört dieser jedoch bereits zur Standard-Ausstattung. Der eingestellte Druck lässt sich anschließend mit einem Manometer ablesen.
2. Überdruckventil
Das Überdruckventil gewährleistet die Betriebssicherheit und gehört deshalb zur Standard-Ausstattung aller Kompressoren mit Kessel. Dieses Ventil entlässt Druck aus dem Kessel falls der Maximaldruck überschritten wird. Somit wird eine Überlastung aller Komponenten vermieden.
3. Ölabscheider
Dieses Bauteil kommt bei ölgeschmierten Kompressoren zum Einsatz. Und zwar immer dann, wenn Öl in der abgegebenen Druckluft vermieden werden soll. Also zum Beispiel bei Lackier-Arbeiten, Ausblasen-Arbeiten-Arbeiten oder Arbeiten an Holz. Hier ist der leichte Ölnebel, der bei ölgeschmierten Kompressoren immer in der Druckluft enthalten ist, unerwünscht. Bei anderen Druckluft-Werkzeugen hingegen ist der Ölnebel unproblematisch oder sogar erwünscht, weil dieser auch das Druckluft-Werkzeug schmiert.
4. Manometer
Das Manometer ist ein Druckmess-Gerät. Dieses dient der Erfassung und der Anzeige von Druck.
5. Wasserabscheider
Bei der Erzeugung von Druckluft entsteht immer auch etwas Kondenswasser. Deshalb ist es nichts ungewöhnliches, dass mit der Druckluft auch etwas Wasser aus dem Kompressor kommt. Der Wasserabscheider scheidet angesammeltes Kondenswasser aus der Druckluft ab. Er kommt vor Allem bei ölfreien Kompressoren zum Einsatz.
6. Kondensatabscheider
Der Kondensatabscheider ist eine Kombination aus Ölabscheider und Wasserabscheider. Hier werden generell alle Flüssigkeiten aus der Druckluft herausgefiltert.
7. Öler
Wenn Druckluft-Werkzeuge eine Schmierung aus der Druckluft benötigen, kommt der Öler zum Einsatz. Er versetzt die Druckluft mit einem Öl-Nebel, welcher wiederum das verwendete Druckluft-Werkzeug schmiert. In der Regel kann man die benötigte Öl-Menge am Öler einstellen und die Schmierung somit dosieren.
Welchen Kompressor kaufen? – Die wichtigsten Kennzahlen als Download
Unsere Webseite bietet Ihnen viele Informationen und Orientierung rund um das Thema Druckluftkompressor. Darüber hinaus haben wir für Sie eine kurze und knappe Übersicht zusammengestellt, wenn es um die Wahl Ihres Kompressors geht. Diese können Sie auch bequem herunterladen und zum Beispiel zum Einkaufen mitnehmen. Das PDF gibt es unter folgendem Link: Welchen Kompressor Kaufen? – Alle Kennzahlen auf einen Blick
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